Auto fahren in Kanada – Kanadas Verkehrsregeln

Autofahren in Kanada

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Im Allgemeinen ist Auto fahren in Kanada entspannter, langsamer und weniger hektisch. Dabei ist man Fußgängern gegenüber rücksichtsvoller als in Europa. Die Verkehrsvorschriften entsprechen im Wesentlichen den europäischen. Es wird rechts gefahren und alle Entfernungen sind in Kilometern angegeben. Anschnallen ist Pflicht. Alkohol darf nicht im Fahrgastraum transportiert werden und muss daher im Kofferraum verstaut werden. Das Auto fahren in Kanada unter Alkoholeinfluss ist grundsätzlich strafbar.

Auto fahren in Kanada - Käferparade in Toronto
Autofahren in Kanada - Covered Bridge in Quebec
Covered Bridge in Quebec

Bitte beachten Sie:

  • Es ist nicht üblich, die Fahrspur häufig zu wechseln, wobei rechts überholen zulässig ist.
  • Jeder Spurwechsel muss deutlich angezeigt werden.
  • An unübersichtlichen Stellen, Kreuzungen, Bahnübergängen, Kurven sowie Kuppen besteht generelles Überholverbot.
  • Auf den Autobahnen beträgt die Höchstgeschwindigkeit meist 100 km/h. Auf Landstraßen 80 km/h und in Ortschaften 50 km/h, und werden oft überprüft. Andere Regelungen werden durch Schilder angezeigt. “Preislisten” für Geschwindigkeitsübertretungen sind oft auf großen Schildern am Straßenrand zu sehen. ACHTUNG: Auch entgegenkommende Polizeifahrzeuge messen Geschwindigkeiten. Außerdem sind immer mehr zivile Polizeifahrzeuge unterwegs.
  • Alle Geschwindigkeitsbegrenzungen sind deutlich markiert.
  • Im Bereich von Verkehrsampeln, sowie 15 m vor und hinter Bahnübergängen und vor Hydranten herrscht absolutes Halteverbot.
  • An haltenden Schulbussen mit eingeschaltetem rotem Warnblinklicht darf in keiner Richtung vorbeigefahren werden. Lassen Sie es auf keinen Versuch ankommen, da Sie große Probleme bekommen werden.
  • Auf mehrspurigen Autobahnen wird die rechte Fahrspur oft, gelegentlich sogar recht unvermittelt, zur Rechtsabbiegerspur ausgewiesen.
  • Ampeln sind jeweils hinter der Kreuzung angebracht.
  • In einigen Provinzen (z.B. Ontario) ist auch bei rotem Lichtsignal das Rechtsabbiegen erlaubt, sofern die Straße frei ist.
  • Wenn nicht anders ausgeschildert oder an Einmündungen mit Stoppschildern gilt an Kreuzungen “wer zuerst kommt, fährt zuerst“, abweichend von unserer bekannten Rechtsvorfahrt. An Stoppschildern mit dem Zusatz „4 way“ gilt dies auch – nur muss das Fahrzeug zuvor vollkommen gestoppt werden.
  • Auf Parkplätzen ist man gegenüber Fußgängern besonders rücksichtsvoll. Also nicht wie hier, wo Autofahrer ständig in der Angst leben, Sekundenbruchteile zu verlieren und schon mal die Reifen warm fahren.
Schulbusse
Schulbusse
Auto fahren in Kanada - Viel Betrieb in Toronto
Viel Betrieb in Toronto

Verhalten bei Polizeikontrollen in Kanada

Polizeiliche Verfolgungen laufen in Canada so ab, wie es aus Filmen bekannt ist. Der Streifenwagen schaltet seine rotierenden rot-blauen Leuchten ein und setzt sich hinter Sie. Das kurze Aufheulen der Sirene macht eindeutig verständlich, wer gemeint ist. Nach dem Anhalten bleibt die Polizei weiter hinter dem gestoppten Fahrzeug. Sollten Sie trotz aller Vorsicht doch einmal von der Polizei angehalten werden, beachten Sie bitte folgendes:

Kanadische Polizeibeamte sind oft alleine unterwegs. Deshalb nähern sie sich gestoppten Fahrzeugen mit äußerster Vorsicht und Verteidigungsbereitschaft. STEIGEN SIE NICHT AUS IHREM FAHRZEUG AUS. Schalten Sie den Motor aus und legen Sie die Hände auf das Lenkrad. Suchen Sie nicht nach Papieren etc. bis der Polizist bei Ihnen ist. Es könnte als Griff nach einer Waffe missverstanden werden. Warten Sie, bis der Polizeibeamte Sie anspricht und geben Sie zu allen Fragen freundliche und eindeutige Antworten.



ADAC Automobilclub in Kanada

Für ADAC-Mitglieder oder vergleichbarer europäischer Automobilclubs stellt der CAA (Canada Automobile Association) Informations- und Kartenmaterial kostenlos zur Verfügung. Zweigstellen des CAA finden Sie in allen größeren Städten.

Führerschein in Kanada

Der nationale Führerschein des Besuchers wird in den meisten Provinzen für 90 Tage akzeptiert. Ob es empfehlenswert ist, sich im Heimatort einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen, ist fraglich. Meiner Meinung nach kann man sich die Kosten sparen. Bisher hat mich in 22 Jahren noch niemand danach gefragt. Weder die Polizei noch Autovermieter.

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